Knowledge of Tomorrow 21 – Projekt mit dem HKW

Das Internet hat unsere Kommunikation und damit auch die Vermittlung von Informationen nachhaltig verändert. Der scheinbar demokratische Charakter des Webs führt zu einer schier unüberschaubaren Masse von Texten, Bildern und Videos, die täglich in den sozialen Medien geteilt werden. Während viele Posts vor allem unterhalten, werden immer wieder auch Inhalte verbreitet, die falsche Informationen verbreiten. Fake News sind während der letzten Jahre zu einem bekannten Phänomen geworden, dem nachgesagt wird, unsere Demokratie nachhaltig zu schädigen.

Im Zuge der dritten Runde des Projektes Schools of Tomorrow des Hauses der Kulturen der Welt hat sich die Klasse 7a gemeinsam mit der Künstlerin Cana Bilir-Meier und der Journalistin Sham Jaff auf den Weg gemacht Fake News zu untersuchen und diesen das wirkliche Wissen der 7a in Form von künstlerischen Produkten entgegen zu stellen. In der Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Herausforderungen definierten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen für die Zukunft, das in einer Zeitkapsel vor den Sommerferien auf dem Platz vor dem HKW vergraben werden soll.

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Projekt unter Pandemiebedingungen
Ursprünglich sollte das Projekt im Herbst 2020 durchgeführt werden. Die mit der Coronapandemie einhergehenden Einschränkungen verzögerten die Projektwoche immer wieder von neuem. Schließlich entschieden wir uns dazu, die Projektwoche im März (9. bis 12.) durchzuführen. Inzwischen waren die Schülerinnen und Schüler bereits seit fast drei Monaten nicht im Präsenzunterricht in der Schule gewesen. Für alle beteiligten sollte sollte die Projektwoche eine willkommene Abwechslung im tristen Lockdown Winter werden.

Unter Wahrung der geltenden Hygienevorschriften kamen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen am Dienstag in die Schule, um sich ihr Paket für die Woche abzuholen: Bunte Stifte, farbiges Papier, Aufkleber und die Aufgaben für die Woche waren enthalten. Im Anschluss wurden die Jugendlichen dazu aufgefordert, ihre Umgebung zu erkunden und dabei auf Werbung & Fake News zu achten, sowie in die Bibliothek zu gehen, sich dort einen Ausweis zu besorgen und ein Buch auszuleihen. Den Tag schlossen wir mit einer Videokonferenz ab, in der wir die Ergebnisse vorstellten und sich Sham und Cana das erste mal vorstellten und die Klasse kennenlernen konnten. Während der kommenden Tage setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Rolle von Vertrauen in Freundschaften auseinander und produzierten ein Plakat zu dem Thema. So wurden sie an das Thema Fake News herangeführt, zu dem die Jugendlichen am Donnerstag einen kurzen Podcast oder ein kleines Video produzierten. Hier entwickelten einige Gruppe hervorragende Ergebnisse, die sich sehen lassen können.

Für den letzten Tag erhielten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, einen persönlichen Gegenstand auszuwählen, der als Schablone für das Produkt dienen sollte, welches in der Zeitkapsel abgelegt werden soll.

Perspektiven jenseits von Corona
Im Anschluss der Projektwoche erhielten wir sowohl von den Schülerinnen und Schülern, als auch von den Eltern durchweg positive Rückmeldung. Trotz der Aussetzung des Präsenzunterrichtes ist es gelungen die Klasse zu einer kreativen und lebensweltnahen Auseinandersetzung mit einem Thema zu motivieren, das uns wohl noch länger begleiten wird.

Vor den Sommerferien werden wir das Projekt gemeinsam mit Sham & Cana in einer Performance vor dem HKW abschließen. In Präsenz, mit Abstand dafür aber gemeinsam.

Katinka Bach & Philipp Hanke. April 2021.

 

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